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Der Stellenwert des Sports heute

Der Sport im 21. Jahrhundert erfährt einen gravierenden Bedeutungswandel: Von der „herrlichsten Nebensache der Welt“ wird er zunehmend zu einer existentiellen Notwendigkeit in einer immer bewegungsärmeren Sitz-Gesellschaft. Eine globalisierte Informations- und Wissensgesellschaft fordert auch von Schülern einen verstärkten Einsatz von Computer und Internet, neben dem traditionell bei Kindern sehr beliebten Fernsehkonsum (couch potatoe).

Gesundheitliche Defizite wie Übergewicht, Koordinations- und Haltungsschwächen, Kraft- und Ausdauerschwächen erschrecken eine aufgeklärte Öffentlichkeit und verlangen nach Abhilfe. Wird dem Körper auf der einen Seite übel mitgespielt, weil er funktionalisiert wird für Zwecke, für die er nicht geschaffen ist, so droht ihm auf der anderen Seite eine kultische Überhöhung. Der perfekte Körper wird zum Fetisch, der Sport zusehends kommerzialisiert und multimedial vermarktet.

In diesem Spannungsfeld versteht sich das Fach Sport, als einziges Bewegungsfach an der Schule als Angebot, ein kritisch reflektiertes ganzheitliches Verständnis von Sport, Gesundheit, Körpererfahrung und Sozialbeziehung zu gewinnen.

Die Situation des Schulsports in Bayern

Schmerzliche Stundenkürzungen die das Fach Sport in den letzten Jahren trotz vielfacher Proteste von Medizinern, Eltern, Krankenkassen und Sportverbänden hat hinnehmen müssen, ermöglichen in Bayern einen zeitlich leider nur begrenzten Handlungs- und Vermittlungsspielraum für die breite Palette von Lernzielen: Gesundheits- Umwelt- Kooperations- und Fairnesserziehung sowie die Vermittlung spezifischer sportmotorischer Fertigkeiten und Fähigkeiten im Bereich der Einzel- und Mannschaftssportarten ( Leisten und Gestalten).

Ein weitergehendes Angebot von individuell gewähltem zusätzlichem Sport am Nachmittag ( Differenzierter Sportunterricht) wird von der Bildungspolitik ungeachtet der gerade im G 8 dringend notwendigen Befriedigung des Bewegungsbedürfnisses der Schüler in den Aufgabenbereich der Vereine und damit in die Eigenverantwortung der Eltern verschoben.

Karl Ammer

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