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Religion/Ethik

Mitglieder der Fachschaft:

Katholische Religionslehre:

Hr Graml
Fr. Kuhn
Fr. Mittermüller
Hr. Netter
Fr. Schnabl

Evangelische Religionslehre:

Hr. Stalter
Fr. Teichmann
Fr. Wulff

Ethik

Hr. Mittler
Fr. Posselt

Religionsunterricht in einer offenen Gesellschaft?

Das erste Thema der 11. Jahrgangsstufe im katholischen Religionsunterricht lautet „Religion in der offenen Gesellschaft“.

Dieses Thema bringt bewusst zur Sprache, was vom Beginn der Schullaufbahn an Kern des Religionsunterrichts ist: Der Bezug zwischen der überlieferten Religion und dem Leben des Menschen in der heutigen Gesellschaft.

Egal ob biblische Themen, wie die Schöpfungserzählungen (8. Jgst./kath. Religion) oder die Geheime Offenbarung des Johannes (12. Jgst.), gesellschaftliche Themen, wie Bioehtik (10. Jgst.), oder historische Themen, wie die Christianisierung Mitteleuropas im 6. / 7. Jhd. (7. Jgst.): Neben dem Erlernen von Fachwissen stellt sich bei jedem Thema die Frage: Welchen Bezug gibt es zu uns und unserer Lebenswelt?

Wissenschaftlich wird dieser Schritt als Korrelation bezeichnet: Die kritische Suche nach der Verbindung zwischen Inhalt und Mensch.

Der Reformator Martin Luther bringt diese Verbindung in seiner Auslegung des ersten Gebots auf den Punkt: „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.“ Aber: Woran hängt eigentlich unser Herz? Oder anders herum: Wenn wir unser Herz an etwas hängen, dann sollten wir darüber auch Bescheid wissen. Aber damit nicht genug: Wer heute einen sinnvollen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten möchte, der sollte sich auch fragen, woran der andere sein Herz hängt.

So will der konfessionelle Religionsunterricht an unserer Schule zu einem kritischen Blick auf die Gesellschaft und zu einem verantworteten Glaubensverständnis führen.

M. Graml
für das Fach Religion

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