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Allgemeines

Naturwissenschaften haben sich während der letzten hundert Jahre von einer Jahrmarktattraktion zu einem Machtfaktor gewandelt. Die Physik, zurecht als Königin der Naturwissenschaften bezeichnet, hat im 20. Jahrhundert mit Relativitätstheorie, Quantenphysik und Astronomie Weltbilder revolutioniert und Weltkriege entschieden. Wir sind abhängig von Versorgungs-, Verkehrs- und Kommunikationssystemen, deren Aufbau und Instandhaltung ohne die Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse nicht möglich ist. Erst wenn für zwei Stunden der Strom ausfällt oder in der Ukraine ein Reaktor explodiert, wird einer größeren Mehrheit vorübergehend bewusst, wie verletzlich der mit komplexer Technologie erreichte Lebensstandard ist.

An den aktuellen Themen Kernenergie und Gentechnik sieht man, wie eng politische und technologische Entwicklung in unserer Gesellschaft miteinander verbunden sind. Wenn darüber zu entscheiden ist, welche der von der Forschung bereitgestellten Möglichkeiten angewendet werden sollen, ist Wissen, Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein nötig. Die Chancen, aber auch die Gefahren und Risiken des technischen Fortschritts müssen abgewogen werden.

An unseren Gymnasien sind viele der Menschen, die solche Entscheidungen bald treffen werden, ob in der Politik, der Naturwissenschaft oder in Wirtschaft und Industrie.
Der Physikunterricht hat in dieser Hinsicht die Aufgabe, das nötige Wissen zu vermitteln, zu einem verantwortbaren und nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen zu erziehen und sich gegen grundsätzliche Technikfeindlichkeiten als auch gegen unkritische Fortschrittsgläubigkeit zu wenden. Das Wissen um die Ambivalenz der Technik ist ein übergeordnetes Lernziel im Lehrplan für bayerische Gymnasien.

Physikunterricht soll auch Freude machen. Da sich die Physik mit Dingen befasst, die auch zur Erfahrungswelt gehören, bringt jeder Schüler mehr oder weniger viele, mehr oder weniger richtige Vorstellungen über natürliche und technische Vorgänge mit in den Unterricht. Diese Vorstellungen müssen aufgegriffen und korrigiert werden. Ein wichtiges Mittel dazu sind Experimente, die von den Schülern selbst durchgeführt werden. Solche Schülerversuche werden meist mit größer Freude und Motivation gemacht. Dementsprechend groß kann auch der Lernerfolg sein. Unsere Schule hat auch durch den "Nachlass" der ehemaligen Zweigstelle Solln, reichlich Schülerübungsmaterial für die Stoffgebiete Mechanik, Elektronik, Elektrik, Optik und Wärmelehre.
Bei den unter Anleitung des Lehrers durchgeführten Versuchen lernen die Schüler den sorgfältigen, sachgerechten Umgang mit Geräten und gewinnen mühelos ein Verständnis für einfache technische Abläufe.

Seit 1998 steht uns ein Photovoltaiklehrgerät zur Verfügung, das von der Kreissparkasse München gestiftet wurde. Damit kann man zeigen, dass solar erzeugte elektrische Energie im Prinzip das gleiche kann wie der "Strom" aus der Steckdose.

Die moderne Physik, die im Jahr 1900 mit Max Plancks Quantenhypothese beginnt, ist fast ausschließlich Stoff der Kollegstufe. Das führt leider dazu, dass viele Schüler am Gymnasium keinen Einblick in die wichtigste Phase der Physik erhalten. Dabei ist der Physikunterricht in der Kollegstufe, ob im Grundkurs oder im Leistungskurs, prädestiniert dafür, die Grundlagen der modernen Physik zu vermitteln.

Bei der jährlich stattfindenden internationalen Physikolympiade haben in den vergangenen Jahren mehrmals Schüler unserer Schule mitgewirkt, aber noch nie mit so großem Erfolg wie im Schuljahr 1997/98. Jens Schlurmann und Thomas Hulin kamen bis in die sehr schwer zu erreichende dritte Runde und schnitten dort so gut ab, dass man sie zu den besten 50 deutschen Physikschülern dieses Schuljahres rechnen kann.

Herbert Schmidt

Besuch des Technorama in Winterthur 2007

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