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Studienfahrt des LK Physik nach Genf und Winterthur 15.-18.10.2010

Nachdem der LHC, der Large Hadron Collider am CERN, der europäischen Organisation für Kernforschung, seit März in Betrieb ist, und er es am 14.10.2010 auf eine stolze Luminosität von über 10³² pro cm² und s brachte, worauf die über 10 000 Wissenschaftler, die an CERN-Experimenten arbeiten, mächtig stolz sind, ist doch die Luminosität ein Maß für die Teilchenstrahldichte und die Kollisionsfrequenz, war unser Physik-Leistungskurs unter Leitung von M. Martini schon zwei Tage später vor Ort, um sich von einem dieser Mitarbeiter erläutern zu lassen, wie der Detektor Atlas in 100 m Tiefe die Produkte der Proton-Proton-Kollisionen registriert und vermisst.

Atlas in der Schweiz
Atlas in der Schweiz
Atlas in der Schweiz
Das Kontrollzentrum vor Augen, interaktive Präsentationen über, unter und neben sich und die englischen Erläuterungen des Wissenschaftlers im Ohr, stellte man sich vor, wie der unterirdische, 27 km lange, kreisförmige Teilchenbeschleuniger unter Frankreich und der Schweiz die Protonen auf eine kinetische Energie von 2,76 Billionen Elektronenvolt und damit annähernd auf Lichtgeschwindigkeit bringt. Dafür hat es sich durchaus rentiert mit etwa 0,1 Millionstel der Lichtgeschwindigkeit über die deutschen und schweizerischen Autobahnen zu fahren, mit kurzem Aufenthalt in Bregenz (Seebühnen- und Altstadtbesichtigung) und Übernachtung in Winterthur und um 5 Uhr früh von dort aufgebrochen zu sein. Da aber der Tunnel mit dem Teilchenbeschleuniger selbst in der Experimentierphase nicht besichtigt werden kann (die Tieftemperaturen für die supraleitenden Elektromagneten sind ebenso lebensfeindlich wie die Strahlung der beschleunigten Protonen), stand am Nachmittag als Ersatz die Altstadt von Genf und die beeindruckende Fontäne mit ihrem 140 m hoch steigenden Wasserstrahl auf dem Programm.

Atlas in der Schweiz
Atlas in der Schweiz
Atlas in der Schweiz

Dem Regenwetter konnte man dann am Sonntag gut im Technorama in Winterthur entkommen, das eines der weltbesten Technikmuseen ist, und das dem Besucher so viel Mitmachen und selbst Experimentieren ermöglicht, dass die voll ausgenutzte Öffnungszeit von 10 bis 17 Uhr wie im Flug verging. Am Abend führten die Schüler die Gruppe durch Zürichs Altstadt und Fußgängerzone mit abschließender Einkehr in einer urtümlichen Bierhalle.

Der Montag war der Heimreise gewidmet – nicht ohne die Sehenswürdigkeiten auf dem Weg mitzunehmen: Der Rheinfall in Schaffhausen, der bayerische Hafen in Lindau und die Kartbahn zu Kaufbeuren. Müde, aber viele Eindrücke reicher kamen alle am Abend wieder in Pullach an – im Unterricht wird man an vielen Stellen anknüpfen können: Von elektrischen und magnetischen Feldern, über starke und schwache Kräfte, Atom- und Kernphysik, Relativitätstheorie, Quantenphysik bis zu Stoßexperimenten mit beschleunigten Protonen und beschleunigten Go-Karts.

Atlas in der Schweiz
Atlas in der Schweiz
Atlas in der Schweiz
Atlas in der Schweiz

Markus Martini

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