WIE oder AUF WELCHE WEISE lernt man Latein?

Die Antwort auf diese Frage ist etwas schwieriger zu beantworten. Denn jeder Mensch muss einerseits seine Art zu lernen selbst für sich entdecken – andererseits gibt es seit altersher bewährte Methoden, ohne die man sich nichts Neues aneignen kann. Dazu gehört in Latein wie in jeder anderer Fremdsprache auch vor allem das Auswendiglernen von Vokabeln und Grammatikregeln. Ohne Pauken wird’s also nicht gehen!

Das Frage nach dem Wie scheint eng verknüpft mit der Frage nach dem Wo: Vokabeln kann man sich erfahrungsgemäß nicht mal eben so im Vorbeigehen auf Dauer merken. Dasselbe gilt von Regeln, angefangen beim Konjugieren übers Deklinieren und dem Erkennen von Konstruktionen: Darum dürften folgende Ratschläge, auf welche Weise man denn Latein am effektivsten lernen solle, nicht verkehrt sein: Man eigne sich regelmäßig, nachhaltig, konzentriert den neuen Stoff an – und ebenso wiederhole man regelmäßig, nachhaltig, konzentriert und selbstständig bereits bekannten Stoff.

Wer’s schleifen lässt und nur vor einer Schulaufgabe einen aufgetürmten Berg abarbeiten will, wird wohl wenig Freude am Fach haben. Wer nicht in gewissen Abständen selbstständig überprüft, ob er noch beherrscht, was er gelernt hat, dessen Lateinkenntnisse dürften wohl kaum von Dauer, geschweige denn von Nutzen sein. Wer dem Fach Latein dagegen in realistischer Einschätzung seiner eigenen Fähigkeiten feste Zeiten bei der Erledigung seiner schulischen Angelegenheiten einräumt, dem dürfte in der Schule zumindest ein zufriedenstellender Erfolg nicht vorenthalten bleiben, dem könnte sich aber auch im späteren Leben der ein oder andere Nutzen dieses Faches erschließen.