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WAS lernt man in Latein?

Man lernt vor allem, wie die eigene Sprache funktioniert, wie man seine Gedanken gut formulieren und treffend zur Sprache bringen kann.

Man lernt weiter den Ursprung vieler Wörter kennen, die wir im Alltag wie selbstverständlich verwenden. Schon nach wenigen Wochen weiß jemand, der sich der lateinischen Sprache annimmt, dass Fenster und Mauern, dass Straßen und Studium, dass Ornamente und Hospize Begriffe sind, die sich aus der lateinischen Sprache ableiten. Ebenso weiß man, was passiert, wenn jemand an einer Krankheit laboriert, zu einer Sache sein Placet gibt, was einer tut, der spechtet etc....

Man lernt außerdem ganz nebenbei eine ungeheure Zahl von italienischen, spanischen, französischen, englischen und portugiesischen Vokabeln: Wer also gut Latein beherrscht, der tut sich leichter, andere – vor allem romanische – Sprachen zu erlernen.

Man lernt eine ganze Menge von Dingen, die seltsam sind, die irgendwie nicht in unsere moderne Welt zu passen scheinen und dennoch ziemlich spannend und interessant sind: Man lernt, was es mit dem trojanischen Pferd wirklich auf sich hat; man hört von unglaublichen Geschichten, die sich die Menschen in antiken Zeiten erzählt haben, um sich die Welt zu erklären. Man hört von Göttern und Helden, von Mythen, Fabeln und Sagen aus alter Zeit. Schriftsteller, Maler und Bildhauer haben sich von diesen Stoffen aus der Antike beeinflussen lassen. Man erfährt in Latein also viel von dem, was zum Kulturschatz Europas gehört.

Ganz wesentlich zum Fundus gehören aber auch die Texte der Antike, die unmittelbar unser Rechtssystem, unsere Auffassung von Recht und Gerechtigkeit betreffen. Von ebenso eminenter Bedeutung sind schließlich die Texte, die in fundamentaler Weise unsere Vorstellung von einem Gemeinwesen und von der Demokratie prägen. Man bekommt also nicht nur einen Bezug zu den europäischen Kunstschätzen, sondern auch zu den Wurzeln unseres Wertesystems.

Man lernt last not least sich durchzubeißen, man lernt am Ball zu bleiben und um Erfolg zu kämpfen. In den Schoß fällt der Erfolg den wenigsten, denn vor diesen - so lautet ein alter lateinischer Spruch - haben die Götter den Schweiß gesetzt. Wir wollen aber strikt vermeiden, dass der Schweiß zum Angstschweiß wird.

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