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OPs Überzeugungen bezüglich der Verantwortung aller, die an der Erziehung und Bildung von Kindern beteiligt sind, haben unseren Elternbeirat dazu bewogen, einhellig für den Namensgeber zu votieren. Dabei waren und sind sich die Elternvertreter im Klaren darüber, dass er uns alle ganz dezidiert in die Pflicht nimmt und uns mit durchaus unbequemer Kritik konfrontiert. Er verschont weder die Politik, noch die Elternhäuser, nicht die Schule und auch nicht die Medien. Er tritt engagiert ein für das Recht auf Kindheit, gegen die Egoismen der Erwachsenenwelt. Er fordert unsere Zeit und unsere Kraft zum Wohle der Kinder und Jugendlichen, plädiert aber auch für die anstrengende Arbeit der Auseinandersetzung mit ihnen und für die ganzheitliche Bildung und Ausbildung der Generationen, die später einmal Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen werden. Dabei formuliert er ganz klare Wertmaßstäbe, an denen auch wir Erwachsenen uns zu messen haben.

Preußler mutet in seinen Werken Kindern und Jugendlichen einiges zu, die beschriebenen Welten sind keine heile Welt. Aber stets gibt es – und darauf legt er Wert – die Möglichkeit der Wendung zum Guten. Die für unseren Bildungs- und Erziehungsauftrag unabdingbare und unbedingte Liebe zu jungen Menschen fordert Preußler hartnäckig ein. Zitat: „Unserer Liebe bedürfen sie, unsere Liebe verdienen sie, ohne Wenn und Aber.“ Auf dieser Grundlage wollen wir auch unsere Bemühungen um Inklusion von Kindern und Jugendlichen fortsetzen, die in welcher Weise auch immer daran gehindert sind, ein vollkommen unbeschwertes Leben zu führen. Wir haben derzeit eine Reihe ganz unterschiedlicher Schülerinnen und Schüler mit besonderen Lebensumständen, die wir unterstützen müssen und wollen. Die Bereitschaft dazu ist groß, und sie würde Otfried Preußlers Zustimmung finden, der sich zu Lebzeiten intensiv für Kinder mit Behinderung und schweren Verletzungen eingesetzt hat.

Mit gefällt der Gedanke gut, den die Kinder aus der Klasse 5d uns soeben nahegebracht haben, dass die Figuren aus Preußlers Werken nämlich unbemerkt von Zeit zu Zeit nach dem Rechten sehen. Der Name Otfried Preußlers soll uns in diesem Hause Auftrag sein, auch Verpflichtung, aber in besonderem Maße möge er Ideengeber sein, Phantasieentwickler und warmherziger Begleiter unserer Zusammenarbeit im Otfried-Preußler-Gymnasium Pullach.

In diesem Sinne bin ich dankbar für diesen Tag.

Renate Einzel-Bergmann

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