„Fair Trade“ ist ein aktuelles Thema, welches das OPG und die Gemeinde Pullach zur Zeit bewegt. Unser Gymnasium bemüht sich nämlich gerade darum, dass wir eine „Fair Trade School“ werden.

Unsere Gemeinde möchte „Fair Trade Town“ werden. Das bedeutet, dass nach der Zustimmung des Gemeinderates zu diesem Projekt, lokale Einzelhändler und auch Gastronomiebereiche mindestens zwei „Fair Trade“-Produkte in ihr Sortiment aufnehmen müssen. Die Anzahl der Gaststätten, die an diesem Programm teilnehmen müssen, hängt immer von der Einwohnerzahl des Ortes ab. Außerdem sollen Medien regelmäßig über das Thema „Fair Trade“ berichten. Es ist geplant, dass Pullach Mitte 2019 „Fair Town“ wird.

Was ist eigentlich „Fair Trade“? Warum brauchen Menschen diese Art von Handel? Was hat das alles überhaupt mit uns zu tun?

Wir als Religionskurs der Klassen 9 a, c, e durften uns unter der Leitung von Frau Teichmann mit diesem Thema beschäftigen und uns darüber eine eigene Meinung bilden. Wir erzählen euch im Folgenden von unseren Einblicken.

 Achtung – zunächst etwas Theorie: Unter „Fair Trade“ versteht man einen kontrollierten Handel, der durch Mindestpreise auf verschiedene Produkte ein verlässliches Einkommen für die Arbeiter sichern soll. Außerdem beinhaltet er die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards und das Verbot von Kinderarbeit. Bis jetzt profitieren circa 1,66 Millionen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern vom Handel durch Fair-Trade-Organisationen.

Um noch mehr über dieses Thema zu erfahren, haben jeweils Gruppen von zwei bis vier von uns Schülern verschiedene Aspekte näher beleuchtet und eine Ausstellung mit Plakaten auf kreative Weise erstellt. Damit möchten wir ein Zeichen gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und unfaire Löhne setzen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass von den Verkaufskosten eines T-Shirts am Ende nur 1% an die Näher/innen gehen, wobei 25% des Kaufpreises allein für die Markenwerbung hergenommen werden?

Unter anderem konnte man Näheres über die Herstellung von Kleidung, Spielzeug, und Handys erfahren. Es gibt aktuell das „Fair Phone“ zu kaufen, das nach fairen Standards hergestellt wurde, etwas günstiger als ein iPhone ist, bei dem wir aber fanden, dass es noch ausgereifter werden müsste, wenn wir es kaufen wollen.

Andere Plakate zeigten, in welchen Ländern Bekleidung hergestellt wird, was Kinderarbeit bedeutet und warum viele Kaffeebauern arm sind. Daneben wurde der Unterschied zwischen Fair-Trade-Produktion und herkömmlicher Herstellung von Orangensaft und Kakao aufgezeigt. Außerdem wurden auch die Bedingungen für Fair-Trade-Towns und eine Fair-Trade-Schule beschrieben.

Die Plakate wurden am Elternsprechtag am 13.11.2018, und den darauffolgenden Tagen und an unserem traditionellen Weihnachtsbazar in der Aula ausgestellt und dienten dazu, Interesse bei den Eltern und Schülern für diese Art des Handels zu wecken.

                   

 

Neben der Ausstellung haben am Elternsprechtag Schüler unseres Religionskurses Produkte aus dem Weltladen Wolfratshausen verkauft. Alle Einnahmen kamen diesem Geschäft zu gute. Dieser Laden hat sich zum Ziel gesetzt, nur Waren aus fairem Handel anzubieten.

 

              

 

Falls ihr Interesse habt, schaut doch am Tag der Offenen Tür noch einmal herein – wir werden dann unsere Plakate wieder ausstellen und Produkte des Weltladens anbieten.

 

Hanna Geicke und Moritz Dömök, Klasse 9c